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Ranglisten Sport

 

Ergänzend zur Auswertung der FN Zucht- und Sportergebnisse werden auf dieser Seite die Hengste mit ihrer Lebensleistung dargestellt, denn die FN-Daten enthalten immer nur die Hengste bzw. Ponys, bei denen sich die Werte ändern: die erste Tabelle enthält alle Connemara Pony Hengste mit einer eigenen Lebensgewinnsumme > 1.000 EUR, die zweite alle Hengste mit einer Nachkommen-Lebensgewinnsumme von > 1.000 EUR.

 

Die Lebensgewinnsummen der Hengste

 

Die Liste wird angeführt von Rasmus, der als Springpony über 5.000 EUR unter verschiedenen Reitern wie Katja Niehues, Christian Hess und Bernd Burghardt sammeln konnte und u.a. Teilnehmer der Pony Europameisterschaften in Hartpury, England 1997, war. Auf Rang zwei steht Barny mit über 4.000 EUR, die er in Dressuren bis Kl. M* unter seiner Reiterin Mona Göbel gewonnen hat – darunter allein 4 Siege in Kl. M. Banagher Magee startete von 1991 bis Mai 1993 unter Pia-Luise Aufrecht in Springprüfungen und war auf den Pony Europameisterschaften 1992 mit der Mannschaft für Deutschland auf „Blech“ – sprich Platz vier. Züchterisch wurde er in dieser Zeit nicht genutzt.

 

Diamant auf Rang vier ist ein weiterer Sohn des Diamond Rum, auch er hat bereits Pony Europameisterschaften gelaufen, allerdings in der Dressur wie z.B. 2011 in Polen – er war in Deutschland bis 2008 eher als Doppeltalent Dressur-Springen unter Sabine Bachmeier und Yvonne Weiß eingesetzt und seine LGS in Deutschand kommt noch auf über 3.000 EUR.

 

Auf den Plätzen fünf und sechs finden sich Sohn und Vater: Leonardo I ist aktuell unter verschiedenen Reitern in Anfängerprüfungen unterwegs, bis zum Jahresbeginn wurde er von Svenja Lang in Dressur- und Springprüfungen bis A** vorgestellt, seine vorige Reiterin Jasmin Übelmann stellte ihn in beiden Disziplinen bis Kl. L vor, Birgit Altstetter, seine erste Turnierreiterin, ritt ihn ausschließlich in Dressuren bis Kl. L. Der Vater Lorenzo startete bis 2009 unter Sabine Bachmeier in Springprüfungen der Kl. A**, davor wurde er von Romina Streller und Sabrina Meyer fast ausschließlich in der Dressur bis Kl. L eingesetzt, beide haben eine Gewinnsumme von über 2.500 EUR.

 

Burning Daylight, auf Rang sieben, wurde von Pia und Dörte Gerding auf Turnieren in zunächst Springpferdeprüfungen bis Kl. M, wo er zwei mal siegreich war, und später in Springprüfungen bis Kl. L, ein Sieg, erfolgreich gegen Großpferde gestartet, bevor er nach Irland ging, wo er heute in Dressurprüfungen eingesetzt wird und auch schon als möglicher EM-Teilnehmer in die engere Auswahl kam.

 

Der Vollbruder zum Sohn Leonardo, Leonardo II, steht auf Rang acht, er ist vor allem in Springprüfungen bis Kl. L und im Gelände bis Kl. A unterwegs und hat auch in der bereits laufenden Saison wieder Platzierungen. Marvellous Simon war bis Ende 2015 unter Carolin Quasnitza in Dressuren bis Kl. A**, neun Siege, und Springprüfungen bis Kl. A*, zwei Siege, unterwegs. Springfield Shadow wurde 2014 und 2015 von Amelie Kunkel, 2016 von Josephine Schulze-Bisping sehr vielseitig vorgestellt, neun Siege in Springen der Kl. A bis ** stehen für ihn zu Buche, weiterhin ein Sieg in Dressur Kl. A und einer Geländeprüfung der Kl. A.

 

Pattys Sommartiden ist in der Dressur unterwegs, Lancaster war in Dressur und Springen erfolgreich, Frederiksminde Hazy Marvel legte mit seinen Turniererfolgen in der Dressur gleichzeitig seine HLP ab, ST Baldwin und Champion vom Birkenhof waren unter dem Springsattel erfolgreich.

 

Die große Ausnahme ist Golden Dan auf Rang 13, der mit Kurt Hillnhütter ausschließlich auf Fahrturnieren erfolgreich bis Kl. M ging und bis 1992 insgesamt 89 mal ins Geld lief.

 

 Die Nachkommen-Lebensgewinnsummen

 

Eine andere Aufstellung ist die Betrachtung der Nachkommen-Lebensgewinnsummen der Hengste, erwartungsgemäß führt Diamond Rum die Liste an. 31 Nachkommen waren vor allem in der Dressur mit fast 13.000 EUR und im Springen mit fast 15.000 EUR erfolgreich, aber auch im Fahrsport wurden über 3.750 EUR eingefahren.

 

Gun führt die Liste der Hengste mit > 10.000 NLGS an: 16 Nachkommen verdienten vor allem im Fahrsport fast 8.000 EUR, im Springen über 3.000 EUR und in der Dressur knapp 1.500 EUR. Lorenzo auf Rang drei hat 9 erfolgreiche Nachkommen, die über 8.000 EUR im Springen und knapp 3.000 EUR in der Dressur verdienten. Mervyn Grey Monkey hatte vier Nachkommen, von denen der Springspezialist mehr als 9.500 EUR und die Dressurspezialistin mehr als 1.000 EUR gewann.

 

Golden Dan steht in dieser Liste auf Rang fünf, seine 11 Nachkommen verdienten vor allem im Geschirr fast 5.500 EUR, aber auch in der Dressur mit über 1.750 EUR und im Springen mit über 1.000 EUR waren sie erfolgreich. May Prince steht mit 7 Nachkommen auf Rang 6 dieser Liste, die sich vor allem im Springen mit knapp 3.000 EUR hervortaten, aber auch in der Dressur stehen über 2.000 EUR und im Gelände fast 2.000 EUR zu Buche.

 

Ladylover auf Rang 7 ist Halbbruder zu Lorenzo und Sohn von Skatholm Ladykiller, der als Vererber auf Rang 8 dieser Liste verzeichnet ist. Selbst war er nur wenig im Turniersport eingesetzt, aber 11 seiner Nachkommen holten mehr als 5.250 EUR in der Dressur und mehr als 1.250 EUR in Fahrprüfungen.

 

Skatholm Ladykiller, der Vater, ist ein Sohn des Munkholm Cobbergate, der seinerseits überaus erfolgreich in der Dressur für Dänemark startete und Teilnehmer an den Pony Europameisterschaften war. Dressur ist der Familie in die Wiege gelegt: Cobbergate’s Vater Ardnasillagh O’Flaherty war 1982 in Kopenhagen bei den Pony Europameisterschaften mit Team Dänemark Gewinner der Silbermedallie, 1983 holte mit seiner Hilfe das Team Dänemark in Vetlanda die Bronzemedallie mit der Mannschaft. Cobbergate’s Vollschwester Munkholm Colooney schaffte zwei Silbermedallien mit Team Dänemark, 1997 in England und 1998 in Frankreich, wechselte dann nach Deutschland und wurde vom Österreicher David Reichert 1999 und zuletzt 2000 in Hagen vorgestellt. Ladykiller selbst hat einen 3. Platz in einer Dressur Kl. A vorzuweisen. Seine 11 Nachkommen holten mehr als 4.250 EUR in der Dressur und waren auch im Springen und vor dem Wagen erfolgreich.

 

Rang 9 dieser Liste belegt Frederiksminde Hazy Match, von dessen 8 Nachkommen ebenfalls zwei herausstechen: einer in der Dressur mit über 3.500 EUR, ein anderer im Fahren mit über 1.250 EUR LGS.

 

Die Hengste auf den Rängen 10 bis 12 haben jeweils eine NLGS von über 4.000 EUR: auf Rang 10 steht Berry III, der eine Saison nach Deutschland ausgeliehen war und zwei Nachkommen für den  Sport brachte, sein Sohn Barny ist mit 4.362 EUR LGS in der Liste der erfolgreichen Hengste auf Rang 2, s.o. Golden Star hatte 5 erfolgreiche Nachkommen, die in Fahrprüfungen fast 2.750 EUR und in Dressuren über 1.000 EUR gewinnen konnten. Granger hatte 6 erfolgreiche Nachkommen, bei denen vor allem fast 3.000 EUR in Springprüfungen und knapp 750 EUR in Fahrprüfungen verzeichnet sind.

 

Bei der Betrachtung dieser Auswertungen sollte man sich immer vor Augen halten, dass diesen Tabellen Angaben von über 300 in Deutschland aufgestellten Hengsten zugrunde liegen – trotzdem scheint es schwierig, überhaupt Daten zu bekommen, die man auswerten könnte, denn viele Hengste sehen selbst offenbar nie den „konventionellen“ Turnierplatz, und auch über die Verwendungsalternativen wie Westernreiten oder Endurance gibt es bisher keine Daten. Sogar das Ablegen einer Mindestleistungsprüfung, die inzwischen schon zum 2 Tage Test zusammengekürzt wurde (Mindestanforderung), scheint für einige Hengste eine Nummer zu groß zu sein.

 

Da, wo Connemara Ponys nur zur Grünlandpflege eingesetzt werden, sollte man sich überlegen, ob das wertvolle Erbe der Rasse, nämlich die Fähigkeit der engen Bindung als Arbeitstier an den Menschen, die bei der Entstehung der Rasse in den schwierigen Jahrenhunderten in Irland mit ernährungsbedingten Katastrophen, die zu Massenauswanderungen führten, für den Fortbestand und die Entwicklung der Rasse sorgte (die, im Gegensatz zum irischen Elch, nicht ausstarb), nicht durch Unterforderung zu verkümmern droht.